2011 – NL-Zuid Afrika – Tansania

Tansania SAFARI!

Noch nich erwaehnt, fahren wir ja seit Kenia “links”. Auf vielen der von uns befahrenen Wege spielt das keine grosse Rolle, da kaum Verkehr ist. Aber in der Stadt, besonders beim Rechtsabbiegen und im Kreisverkehr ist es doch gewoehnungsbeduerftig…

Von Nairobi gehts fuer Rob, Ward und mich 370km in den Sueden. Wir bleiben ueber Nacht in einem kleinen Dorf ohne jegliche touristische Erfahrung, dafuer mit reichlich “no english!”. Dementsprechend – ich schreib mal “einfach” – sind Unterkunft und lokale Verpflegung. Das Risiko, doch noch Floehe einzufangen, ist hiermit wieder etwas gestiegen. Unsere Motorraeder fahren wir durchs “Restaurant” in den Hinterhof. Da stehen sie angeblich sicher.

Ein Typ mit erstaunlich guten Englischkenntnissen organisiert uns fuer den naechsten Tag einen Landcruiser mit Fahrer, der uns durch den nahegelegenen “Tarangire National Park” fahren wird. Es geht auf Safari…

Alle Tiere, die wir sehen werden fotografiert. Leider gibt es keine Fotos von den Tieren, die wir nicht gesehen haben. Aber Afrika ist ja noch gross und vielleicht stossen wir noch irgendwo auf Nilpferde, Krokodile oder Baeren(!)

Der Tag war spannend und lang. Abends sind wir ziemlich k.o. und bleiben noch eine zweite Nacht in Makuyuni. Luxus haben wir zu Hause!

Am naechsten Tag gehts bis nach Dodoma. Tansanias “Hauptstadt”. Eigentlich hatten wir zwei Tage fuer die Strecke eingeplant, aber der Weg war besser als erwartet. Anfangs 100km neu geteert. Spaeter 240km offroad, aber gut befahrbar.

Strassenbau ist hier in Afrika Chinesenmonopol. Ueberall wo gebaut wird, ist mindestens ein Chinese vor Ort und beaufsichtigt die Arbeit der Afrikaner.

Von Dodoma, das nicht naeher erwaehnenswert ist, gehts weiter nach Iringa. 260km offroad und den ganzen Tag nicht ein Auto auf dem Weg. Im Vergleich mit Aethiopien sind auch sehr wenig Menschen auf den Strassen unterwegs. Der Esel ist hierzulande vom Drahtesel abgeloest. Ca. alle 3 Stunden kommt uns ein Bus entgegen, der uns einstaubt. Den Rest des Tages stauben wir uns gegenseitig ein oder halten reichlich Abstand zueinander.

Es ist sehr trocken und heiss. Alle Flussbetten sind ausgetrocknet. Savanne. Bis 38Grad. Die Strecke ist anstrengend. Hin und wieder Sand. Einmal zuviel und zu tief fuer mich. Ich wickel mich schoen mit offenem Visir in den Sand. Ein Glueck schoen weich und nachgiebig. Nichts weiter passiert, ausser Alles uerbermaessig eingesandet… auch im Helm. Ich krieg die Yamaha mal wieder nicht alleine aufgehoben. Mist!

Bevor Ward und Rob ankommen, eilt anderweitig Hilfe herbei – und ganz ohne Bezahlung…

Abends erreichen wir die Riverside Campsite. Eine schoene, ruhige Anlage, mit netten Leuten und lecker Essen – fuer jeden Geschmack!

Donnerstag ist Ruhetag. Wards Gepaecktraeger ist auseinandergebrochen und Robs Motorrad benoetigt auch etwas Aufmerksamkeit zur Fehleranalyse.

Am Freitag gehts weiter in den Sueden. Die Landschaft wird viel gruener und es wird wieder mehr gelandwirtschaftet. An den Strassen wird die Ernte verkauft. Kohl, Kartoffeln, Tomaten viele Bananen und andere Fruechte. In den Bergen wird auch Tee angebaut. Schoen gruen gehts kurvig und geteert weiter bis an die Grenze und nach Malawi.

Ab an den See…