2011 – NL – Zuid Africa -> Egypt

Welcome to Egypt!

Am Grenzuebergang in Taba sind wir wiedermal der Willkuer der oertlichen, den ganzen Tag nichtszutunhabenden und sich ueber Touristen freuenden Dienstschiebenden ausgeliefert.
Nunja,… Kontrolle bis auf den Kofferboden (schoene Abwechselung im Nichtszutunalltag), zahlen, Stempel hier, Stempel da und dann problemlos weiter.

Bei 38Grad, (die Temperatur werde ich im Weiteren nicht mehr erwaehnen, Ihr koennt davon ausgehen, dass immer so bei um die 40Grad geschwitzt wird!) ging es dann Richtung Suez.
Alle Checkpoints kein Problem. Sehr nette Leute. Wir kommen erst in der Dunkelheit an, und durchqueren die Stadt. Ein Verkehr, der sich wie von selbst regelt. Beule hier Schramme da, kein Problem. Es gibt nur ein Gebot: jeder guckt was vorn passiert und reagiert. Fahrbahnnutzung kreuz und quer, von Spuren keine Spur. Ohne Hupen in allen Varianten geht da natuerlich gar nichts.
Erst dachte ich “oh Schreck”, aber dreist faehrt besser. Auch auf den grossen Strassen. Also: fleissig mithupen, Integration ist angesagt!

Cairo ist riesig. Wir kommen auf vierspurigen Autobahnen rein und fahren mit GPS, auf der Suche nach dem Camping Zelma, auch durch kleinste Gassen. Slums. Es stinkt. Ueberall liegt der Muell mitten auf dem Weg, oder was als solcher benutzt wird. Berge! Wirklich ekelhaft. Und meine Toleranzschwelle ist diesbezueglich recht hoch moechte ich behaupten!
Das ist das Gesicht von Cairo? Riesige haessliche unbewohnte nicht fertiggestellte Betonbauten, totenstadtgleich und absolut vermuellt!

Eine andere Seite lernen wir am naechsten Tag kennen. Geschichte! Die Pyramiden von Giza, die Spinx, der aelteste Basar der Welt, Khan al Khalili, Moscheen…

Old Town/ Midan el -Tahrir werden wir nicht besuchen, da Freitags noch immer regelmaessig Demos und Tumulte angesagt sind. Unser Fahrer raet uns ab. O.k., ueberredet!
Auf dem Camping ist uns Frank, ein Weltenbummler aus Deutschland, der in seinem 46Jahre alten Mercedes Feuerwehrauto um die Welt lebt, bei meinem Auspuffproblemchen behilflich. Jetzt schnurrt die Yamaha wieder und bruellt nicht mehr so 🙂 Danke Maenner!

Von Cairo ging es dann bis nach Asyut, 450km! Viel zu viel fuer einen Tag – fuer meinen Geschmack. Bei den Temperaturen… kopfschuettel! Ich war total ko.
Wir sind ueber die Western Dessert Road in den Sueden gefahren. Das war sehr wuest und wieder hot hot hot!
Martin faehrt den ganzen Tag mit offenem Visir. Ich habe das probiert, aber bei 38Grad und so trockener Luft, trocknet die Nase so schnell so sehr aus, dass ich das Gefuehl habe, nicht atmen zu koennen. Alles verklebt. Mit der Zunge ist es bei offenem Mund das Gleiche. Die wird ganz dick und trocken… nix fuer mich! Also schoen Visir zu!
Viel Sand, Sandfelsen, Sonne, kein Mensch, kein Tier. Eine gut ausgebaute Strasse, auf der man schnell voran kommt. Ein Teil der Strecke fuehrte uns dann direkt am Nil entlang durch viele kleine Ortschaften. Hier bremsen immer wieder grosse Speedbumps den Verkehr ausserordentlich. Die Autos muessen hiervor fast stehen bleiben. Wir koennen sie (links und rechts vorbei) etwas schneller ueberfahren. Hauptsache der Auspuff haelt.
Es riecht! Nach Mensch, Tier und diversen undefinierbar Verbranntem. Da liegt ein totes Pferd im Flusslauf, hier eins am Strassenrand. Es werden tote Huehner ins Wasser geschmissen. Weiter des Weges baden Kinder in demselbigen. So laeuft das hier… und irgendwie ist es genauso wie ich es mir vorgestellt habe: so ganz anders. Eine andere Welt. Eine Familie mit zwei Kleinkindern aufm Moped. 4 Leute!
Mit sicher 70 km/h und Helm traegt hier nur der Tourist. Aber das konsequent! Mit Licht faehrt hier, ob tags ob nachts, auch nur der Tourist. und das auch konsequent! Wir werden taeglich mehrfach von netten Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass das Licht brennt. Danke, aber geht ja gar nicht aus, wenn die Maschine an ist!

In Asyut wohnen wir und die Motorraeder gut bewacht von der Tourist Police. Beim abendlichen Bummel werden wir im Schrittempo von einem Streifenwagen begleitet, der von vier Leuten besetzt ist und sich nicht abschuetteln laesst. Liest sich jetzt hier ganz lustig, aber so richtig angenehm war das da nicht. Am naechsten Tag werden wir von derselben Eskorte ca. 70 km auf unserem Weg nach Luxor begleitet. Nach weiteren 40 km uebernehmen Kollegen. Das ist doch nicht noetig! “No Problem!” Wir werden an Tannkstellen und Checkpoints bevorzugt behandelt. Touribonus ohne draufzahlen,… auch mal nett!

An Allen Plaetzen/Orten wo wir hinkommen, sind sehr deutlich die Folgen der Revolution fuer den Tourismus zu spueren und zu sehen.

In Luxor angekommen, sind wir auf dem Campingplatz auch drei von wenigen anderen Gaesten. Die Schweden kommen eine Stunde nach uns an. Sie waren bereits in Assuan, konnten aber nicht mehr mit aufs Boot in den Sudan und muessen nun eine Woche warten. Aber Luxor hat ja Einiges zu bieten, und man muss es ja so nehmen wie es ist!
Dann hoffen wir mal, dass wir naechsten Montag auch auf diesem Boot in den Sudan schippern…
Auf nach Assuan und alle Angelegenheiten fuer die problemlose Sudaneinreise regeln! Erst nen Tee, dann zum Baecker (natuerlich der aelteste in ganz Luxor – wie er behauptet), an die Tanke und los gehts.
Wieder Western Desert Road ab durch die Wueste. 250 km und nachmittags um 14h im sudanesischen Konsulat.

Assuan am Nil, wirkt von der Dachterasse unseres Hotels ganz schoen. Einen kleinen Pool gibts hier oben auch und Ward und Martin waren schon wieder planschen. Die werden bei den Temperaturen noch richtige Wasserratten… die haben ja bekanntlich auch keine Badehosen 🙂
Es liegen sehr viele grosse Nilkreuzfahrtschiffe hier (vermutlich leer) vor Anker. Sehr wenig Betrieb in den Hotelanlagen und auf dem Basar in der Stadt waren heut abend auch nur eine handvoll unterwegs…
drei davon wir.
Mal sehen wie sich die organisatorischen Sachen entwickeln, und ob wir Montag auf das Boot koennen…

Und heute siehts gut aus! Wir haben nach n bissl warten und nochmal wiederkommen und wieder warten unsere Visa bekommen. Yeah! Und Mister Salah hat uns fuer Montag aufs Boot gebucht. Yeah!
Ein Grund zum Feiern. Leider hat den Maennern die Lokalitaet, die ich ausgesucht hab nich gefallen und Martin auch nicht geschmeckt. Ward isst ab jetzt anscheinend nur noch Kekse. Ich bin mal mutig, bis es mir schlecht geht, und mir hats noch dazu geschmeckt, wie man sieht!

hier ein paar Eindruecke von Aegypten:

Fortsetzung folgt 🙂